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Aktuelles
15.01.2016, 18:40 Uhr
Hochwasserschutz im Gemeindegebiet Eichendorf
MdL Erwin Huber bei einer Arbeitsbesprechung im Rathaus
„Der Hochwasserschutz ist ein sehr schwieriges Thema bei uns im Gemeindegebiet“, leitete 1. Bürgermeister Max Schadenfroh die Besprechung im Rathaus ein und begrüßte dazu den  Heimatabgeordneten Staatsminister a.D., MdL Erwin Huber und seine Mitarbeiterin im Abgeordnetenbüro, Frau Manuela Wagenbauer.
Eichendorf - Der Bürger verstehe es nicht, dass für den ökologischen Ausbau des Vils-3-Kanals ein zweistelliger Millionenbetrag vom Freistaat Bayern investiert werde, aber im Gemeindegebiet von Eichendorf keine Verbesserung eintrete, da die Abflussmenge nicht erhöht werde. In zahlreichen Sitzungen des Marktgemeinderates habe man sich mit diesem Thema befasst und auch mehrere Schreiben an das Wasserwirtschaftsamt verfasst, aber auf dem Verwaltungswege nichts erreichen können, ergänzte Bürgermeister Schadenfroh, weil die Rechtslage derzeit dem entgegenstehe.

Für die ökologische Umgestaltung ist die Wasserwirtschaftsverwaltung des Freistaates Bayern zuständig, die damit den maroden Vilskanal wieder auf einen sicheren Bauzustand bringen will. Parallel dazu wird der technische Hochwasserschutz für die Anwesen in Eichendorf, die im Überschwemmungsgebiet liegen, debattiert. Geschäftsleiter Franz Kantner erläuterte dazu kurz die geplanten Alternativen, die vom Wasserwirtschaftsamt in einer Sitzung im Herbst 2015 dem Marktgemeinderat vorgestellt wurden. Vom Marktgemeinderat und den Bürgern werde bemängelt, dass die  „ökologische Umgestaltung des Vilskanals“, nicht mit dem technischen Hochwasserschutz koordiniert werden kann. Der Gemeinde und auch dem Hochwasserschutzverein wäre es am liebsten, wenn die seit langem geplante ökologische Umgestaltung des Vilskanals so umgeplant würde, dass sich die Baumaßnahme „technischer Hochwasserschutz“ erübrigen würde.

Staatsminister a.D. Erwin Huber pflichtete dem zwar bei,  gab aber zu bedenken, dass man hier nicht „zwei Eisen im Feuer haben könne“. Der Markt Eichendorf hat nämlich im Jahr 2008 vorsichtshalber den technischen Hochwasserschutz für Eichendorf beantragt und auch eine Vereinbarung mit der Wasserwirtschaftsverwaltung über die Durchführung geschlossen – der Marktgemeinderat müsste sich nun entscheiden, ob er dies nun wolle oder nicht. MdL Erwin Huber sagte zu, dass er sich für die Belange der Gemeinde einsetzen werde und zeigte einen möglich Weg auf: „Ihr müsst entscheiden, ob der technische Hochwasserschutz für Eichendorf gebaut werden soll oder nicht, denn eine integrierte Lösung wäre nur zu überlegen, wenn dieser nicht  gebaut wird“. Auch konkrete Verbesserungsvorschläge eventuell belegt durch hydraulische Berechnungen seitens der Gemeinde an das Wasserwirtschaftsamt wären dabei ebenfalls sinnvoll.

Dann ging es noch um weitere Themen wie die Förderung der Sanierung von Abwasserkanälen, die vorgesehene Gesetzesänderung bei den Straßenausbaubeiträgen und die Beitragsfestsetzung bei der Wasserversorgung, die man mit den Gästen diskutierte.

Bürgermeister Max Schadenfroh dankte schließlich MdL Erwin Huber, dass er sich für die Anliegen des Marktes Eichendorf Zeit genommen hatte und hoffte, dass man nun einen Ansatzpunkt gefunden habe – der Marktgemeinderat wird entsprechend informiert.