Erwin Huber | Mitglied des Landtags
 
   
Anträge / Initiativen
Drucksachennummer: 17/15816

03.03.2017

Antrag der Abgeordneten
Kreuzer Thomas, Freller Karl, Zellmeier Josef, Huber Erwin, Rotter Eberhard, Baumgärtner Jürgen, Dr. Bernhard Otmar, Blume Markus, Brannekämper Robert, Flierl Alexander, Haderthauer Christine, Holetschek Klaus, Dr. Huber Martin, Kirchner Sandro, König Alexander, Kreitmair Anton, Lorenz Andreas, Nussel Walter, Schöffel Martin, Schorer Angelika, Dr. Schwartz Harald, Stöttner Klaus, Tomaschko Peter, Winter Georg



Huber Erwin

CSU

Alternative Antriebstechnologien im Schienenverkehr


Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert zu prüfen, inwiefern alternative Antriebstechnologien auf der Schiene eine Alternative zur Elektrifizierung von Schienenstrecken darstellen können. Es soll dabei aufgezeigt werden,

o welche Antriebstechnologien auf welchen Strecken grundsätzlich geeignet sind und
o auf welchen Strecken mittels Pilotprojekten umweltverträgliche Technologien im bayerischen SPNV getestet werden könnten.



Der Elektrifizierungsgrad des öffentlichen Schienennetzes in Bayern ist mit knapp 49 % deutlich unter dem deutschen und sogar unter dem EU-weiten Durchschnitt. Ein Abbau des Investitionsstaus bei Elektrifizierungen wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Um die Dekarbonisierung des Schienenverkehrs in Bayern zu beschleunigen, muss parallel zum Vorantreiben von Streckenelektrifizierungen auch der Einsatz von alternativen, emissionsfreien Antriebstechnologien ins Auge gefasst werden, zumal auf einigen Strecken auch topographische oder anderweitige Gründe gegen Elektrifizierungen sprechen. Alternative Antriebstechniken im Schienenverkehr umfassen CO2-freie Konzepte (z.B. Hybrid- oder Elektroantrieb) zum Antrieb von Fahrzeugen, die sich hinsichtlich Energieart oder konstruktiver technologischer Innovationslösungen von den auf dem Markt verbreiteten Antriebstechniken wie per Diesel oder Strom durch Oberleitung unterscheiden. Allerdings sind diese Antriebstechnologien im Schienenverkehr noch von einer Marktreife bzw. Wirtschaftlichkeit entfernt.

Im Rahmen einer Studie sollen daher für nicht-elektrifizierte Strecken die unterschiedlichen technischen Konzepte innovativer Fahrzeugtechnologien untersucht und jeweils sinnvolle Anwendungsfälle im bayerischen SPNV-Netz identifiziert werden. Die Ergebnisse könnten Aufschluss darüber geben, welche Pilotprojekte initiiert werden könnten, um die Elektromobilität auf der Schiene weiter voranzutreiben.

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