Erwin Huber | Mitglied des Landtags
 
   
Anträge / Initiativen
Drucksachennummer: 17/15730

21.02.2017

Antrag der Abgeordneten
Brendel-Fischer Gudrun, Freller Karl, Heckner Ingrid, Huber Erwin, Dr. Hünnerkopf Otto, Jörg Oliver, Seidenath Bernhard, Prof. Dr. Waschler Gerhard, Winter Peter, Bauer Volker, Dettenhöfer Petra, Dorow Alex, Fackler Wolfgang, Gerlach Judith, Gibis Max, Dr. Goppel Thomas, Heike Jürgen W., Herold Hans, Hölzl Florian, Hofmann Michael, Holetschek Klaus, Dr. Huber Martin, Kirchner Sandro, Ländner Manfred, Frhr. von Lerchenfeld Ludwig, Nussel Walter, Radlmeier Helmut, Dr. Reichhart Hans, Reiß Tobias, Ritt Hans, Rüth Berthold, Schalk Andreas, Stamm Barbara, Steiner Klaus, Stierstorfer Sylvia, Ströbel Jürgen, Tomaschko Peter, Trautner Carolina, Winter Georg



Brendel-Fischer Gudrun

CSU

Waldforschung zum ,,Bayerischen Weg" intensivieren


Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, die Forschung über die vielfältigen Leistungen der integrativen Waldbewirtschaftung, insbesondere die Naturschutzleistungen, in verschiedenen Naturräumen am Beispiel einzelner Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten weiterzuentwickeln und zu intensivieren. Die ökonomischen und sozialen Aspekte sind ebenso zu analysieren. Der Bayerische Weg der Waldbewirtschaftung und seine Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität soll dadurch transparenter und innerhalb der Gesellschaft bekannter werden.

Die Staatsregierung hat dem Landtag bis Ende 2019 zu berichten.



In der öffentlichen Diskussion um den Erhalt der Biodiversität in Wäldern werden die vielfältigen Leistungen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung oftmals ausgeblendet. Stattdessen wird regelmäßig vorgebracht, dass vor allem stillgelegte Flächen einen gewichtigen Beitrag zum Schutz von Arten und Biodiversität leisten könnten. Bisher haben wissenschaftliche Studien überwiegend stillgelegte Flächen untersucht.

Einige Forschungsergebnisse der letzten Jahre belegen aber, dass eine integrative Wirtschaftsweise neben ökonomischen und sozialen Vorteilen auch dem Biodiversitätserhalt im Wald voll Rechnung trägt und deren Erhalt oder Verbesserung teilweise nur durch Bewirtschaftung erreicht werden kann. Dies bestätigt den am Gemeinwohl orientierten Bayerischen Weg des ,,Schützen und Nutzen" mit dem Ziel einer Optimierung des Gesamtnutzens aller Waldfunktionen.
Ziel ist, über die Einflüsse der integrativen Waldbewirtschaftung auf die Biodiversität mitsamt einer ökonomischen und sozialen Bewertung zu berichten.

Über Bayerns wesentliche Naturräume hinweg sollen Forschungsprojekte zur Biodiversität im bewirtschafteten Staatswald unterstützt und deren Ergebnisse einbezogen werden - vom Alpenraum bis zu den laubholzreichen Regionen in Nordbayern, u.a. auch auf der Fläche des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Hier befindet sich ein anspruchsvolles und wissenschaftlich begleitetes Naturschutzkonzept in Umsetzung, das auf die Laubmischwaldflächen des Steigerwaldes zugeschnitten ist.

Im Zuge der Weiterentwicklung und Intensivierung soll auch neuer Forschungsbedarf identiviziert werden. Dabei muss Praxisnähe die Orientierung sein, um möglichst konkrete Hinweise für die Bewirtschaftung der Wälder in Bayern ableiten zu können. Die Erkenntnisse sollen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Bayerische Forstverwaltung, Bayerische Staatsforsten und Forschungseinrichtungen arbeiten hier zusammen.

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